INCI Fibel

INCI Fibel

Hier findest Du eine Liste von Inhaltsstoffen, die ich aufgrund von Nachfragen erklärt habe. Da es immer mehr werden, haben wir entschlossen, sie hier allgemein zugänglich zu machen. Sollte es Stoffe geben, die Du hier vermisst und auch erklärt haben möchtest, schreibe sie mir bitte in einer Mail.

 

A
Aluminiumsalze

„Da sich Brustkrebs vorwiegend in den äusseren Bereichen der Brustdrüse, also in der Nähe der Achselhöhle bildet, ist die potentielle Schädlichkeit von Deodorants seit langem im Gespräch. Die meisten Deodorants enthalten hohe Konzentrationen an Aluminiumsalzen; diese sind nachweislich in der Lage, die Hautdecke zu durchdringen, und es wurde aufgezeigt, dass sie sich in der menschlichen Brustdrüse ansammeln.“ Die Studie wurde im „International Journal of Cancer“ veröffentlicht."
http://www.codecheck.info/news/Neue-Studie-Aluminium-in-Deos-kann-Brustkrebs-ausloesen-155202

 

Azo-Farbstoffe vrs. Azo-Pigmente - Verwenden wir nur als Pigment und nur in den neuen Lippenstiften 06 - 10 statt Karmin!
Um es gleich vorweg zu nehmen: In unseren Lippenstiften befinden sich keine Azofarbstoffe sondern -pigmente. Der Unterschied:„… Azopigmente sind praktisch unlösliche, stark färbende, ungiftige Pulver. Der Unterschied zwischen Azopigmenten und Azofarbstoffen besteht darin, dass Azopigmente in der Regel aufgrund ihrer Unlöslichkeit nicht bioverfügbar sind, und daher vom Körper nicht aufgenommen oder zersetzt werden können. https://de.wikipedia.org/wiki/Azopigment.
Dies im Gegensatz zu Azofarbstoffen, die vom Körper aufgenommen werden können und den Ruf haben, krebsgefährdend zu sein. Zur Gruppe der Azofarbstoffe gehören etwa 2000 Farbstoffe. Zu den am meisten umstrittenen Vertretern der Azo-Familie gehören z. B. der intensive Gelbton CI 19140 sowie die roten Nuancen CI 18050, CI 14720 und CI 16035. Mit Anilingelb entstand Ende des 18. Jh. der erste synthetische Farbstoff. Dadurch taten sich völlig neue Möglichkeiten auf, denn durch Azofarbstoffe, die aus aromatischen Aminen gebastelt werden, konnten plötzlich sogar Nuancen erzeugt werden, die es in der Natur gar nicht gibt. Da sie alle eine Stickstoff-Doppelbindung enthalten und dieses Element auf Französisch “azote” heißt, bekamen sie den Namen Azofarbstoffe. „Viele, viele bunte Farben!“ besonders für unsere Kinder.

 

Wegen der intensiven Farbtöne, die sich damit kreieren lassen, stecken sie z. B. oft in Weingummi, leuchtend gelber Brause, Bubble Tea oder bunten Zuckerstreuseln auf Kuchen und Keksen. Da eine Studie der Uni Southampton bewiesen hat, dass bestimmte Azofarbstoffe das „Zappelphilipp-Syndrom“ ADHS hervorrufen können, hat die EU im Juli 2010 beschlossen, dass Lebensmittel mit bestimmten künstlichen Farbstoffen den Warnhinweis “Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen” tragen müssen. Aber wer richtet sich schon danach, was auf der Verpackungsrückseite seht?

 

Auch in Kleidungsstücken können Azofarbstoffe vorkommen, obwohl die EU ihre Verwendung in Textilien bereits 2002 verboten hat. Sie können sich durch Schweiß aus der Kleidung lösen und in die Haut eindringen. Da ein großer Teil der in Europa verkauften Mode aus Drittländern stammt, geraten gerade Billiganbieter regelmäßig in die Schlagzeilen, weil in ihrer Ware trotzdem immer wieder Azofarbstoffe entdeckt werden. Azofarbstoffe wirken über eine chemische Brücke in den Farbmolekülen, die von Hautbakterien, der Leber und Verdauungsenzymen aufgespalten werden kann. Genau darin liegt die Gefahr, denn beim Aufbrechen dieser Brücke werden die Azofarben in ihre Ausgangsstoffe, die aromatischen Amine, zurückverwandelt. Diese Bausteine können Allergien und im schlimmsten Fall sogar Krebs erzeugen. Warum zieht man daraus keine Konsequenzen?

 

Welche Farbstoffe in Kosmetik verwendet werden dürfen, ist eigentlich in der Kosmetikverordnung geregelt. Doch selbst in diesem Bereich ist nicht alles bloß Schwarz oder Weiß. So gibt es z. B. Farbstoffe, die in Reinigungsprodukten erlaubt, in Cremes aber verboten sind, weil der Hautkontakt mit abwaschbarer Kosmetik nur kurz ist, während er bei Pflegeprodukten 12 Stunden dauern kann.

 

Wann wird ein Azofarbstoff gefährlich?
Wegen der Fülle der Azofarbstoffe ist es für Laien leider praktisch unmöglich, das Gefahrenpotenzial jedes einzelnen zu beurteilen, zumal auch die Art, also in welcher Form, Konzentration und Dauer sie eingesetzt werden, eine Rolle spielt. Auch wenn nicht alle Azofarbstoffe ein krebserregendes Potential haben, sollte auf Produkte, die bedenkliche Farbstoffe enthalten, weitestgehend verzichtet werden. Eine Alternative zu Azofarbstoffen sind Azopigmente, die praktisch unlöslich sind und somit ungiftig und nicht krebserregend. http://www.beautynella.de/beauty/bedenkliche-inhaltsstoffe-kosmetika-azofarbstoffe/

 

B
Boron Nitride

Sie werden häufig verwechselt mit dem Begriff „Bor“, was eine Säure ist. Tatsächlich sind Boron Nitride Mineralien, die in Diamanten und in Graphit vorkommen. Hier noch weitere Infos aus wikipaedia: Im Jahr 2009 wurde in Tibet ein natürlich vorkommendes Bornitridmineral in kubischer Form (c-BN) mit dem vorgeschlagenen Namen Qingsongit gemeldet . Die Substanz wurde in dispergierten mikronisierten Einschlüssen in chromreichen Gesteinen gefunden. Im Jahr 2013 bestätigte die Internationale Mineralogische Gesellschaft das Mineral und den Namen.
https://www.hautschutzengel.de/boron-nitride/inci/841.html: Boron Nitride ist eine Pudergrundlage mineralischen Ursprungs. Der Hautschutzengel stuft Boron Nitride als empfehlenswert ein.

 

C
Calcium Sulfate

Calciumsulfat (nicht zu verwechseln mit Sulfaten als eigenständiger Inhaltsstoff) ist ein weißer geruchloser Feststoff, der schwer löslich in Wasser ist. Es ist in mineralhaltigem Quell-, Trink- und Leitungswasser gelöst und bildet zusammen mit Calciumchlorid und den entsprechenden Salzen des Magnesiums die bleibende Wasserhärte.
https://de.wikipedia.org/wiki/Calciumsulfat
In der Kosmetik wird es hauptsächlich dafür verwendet, Verunreinigungen von der Körperoberfläche zu entfernen oder als natürliche mechanische Zahnreinigung.
Es verleiht Pudern ein perlmuttartiges Aussehen. Weil es auch die Schüttdichte des Puders verringert, sorgt es dafür, dass das Puder nicht zu "fluffy" ist. Ohne Calcium Sulfat kann es teilweise mit dem Pinsel gar nicht aufgenommen werden. Als natürlicher mineralischer Sonnenschutz wird es eingesetzt, um die Lichtdurchlässigkeit zu verringern.

 

In der Homöopathie ist Calcium Sulfuricum ein Mittel, das zu zahlreichen Krankheitsbildern und Beschwerden passt. Es gehört auch als eigenständiger Wirkstoff zu den Schüßler-Salzen. Besonders empfehlenswert in der Dermatologie ist es, wenn die Haut zur Bildung von Pusteln oder Furunkeln neigt. Calcium Sulfuricum sorgt für eine gesunde und frisch aussehende Haut. Ekzeme, Akne, Pickel und Pusteln im Barthaar sowie Herpesausschläge nach dem Rasieren heilen dank Calcium Sulfuricum ab, ohne Narben zu hinterlassen. Calcium Sulfuricum verhilft eiternden Wunden zu schnellerer Heilung. Siehe dazu auch www.homöopathiewelt.com.

 

Carnaubawachs
Brasilien ist das einzige Land mit bedeutender Carnaubaproduktion. Carnaubawachs wird von den beidseitig mit einer pulverförmigen Wachsschicht bedeckten Blättern gewonnen. Diese löst sich teilweise nach dem Trocknen der Blätter ab, der Rest wird durch Bürsten, Klopfen und Schaben von den längs gespaltenen Blättern abgelöst.
Carnaubawachs ist unverdaulich und wird bei Verzehr (auch durch Tiere) auf natürlichem Wege wieder ausgeschieden. Es gilt als gesundheitlich unbedenklich und ist frei von Duftstoffen, was für Allergiker bedeutsam sein kann.
Im Nordosten Brasiliens ist Carnaubawachs traditionell eines der wichtigsten Exportprodukte. Es werden natürliche Carnaubabestände in regelmäßigen Abständen beerntet. Dies liegt zum einen daran, dass eine neu angelegte Plantage etwa 20 Jahre bräuchte, bis sie eine angemessene Produktion liefert, so dass entsprechende Investitionen gescheut werden. Zum anderen liefert Carnauba gegenüber anderen Kulturen nur geringe Erlöse pro Hektar und aufgrund der relativ stabilen Weltmarktnachfrage nach Carnaubawachs war dieser Bestand zur Deckung der Nachfrage bisher ausreichend.

 

E
Eisenoxid (CI77491)

Auch dies ist ein mineralisches Pigment. Die farbigen Erden in der Natur enthalten Eisenoxide, sie stellen Verwitterungsprodukte dar. Zur Gewinnung von Pigmenten kommen die meisten Eisenerze in Frage. Hierbei handelt es sich lediglich um mineralische Farbstoffe. www.seilnacht.com

 

G
Glyzerin

Glycerin ist ein Zuckeralkohol und ist in allen natürlichen Fetten und fetten Ölen – z.B. Pflanzenölen oder Fetten tierischen Ursprungs – vorhanden. Es ist ein sich entwickelndes Produkt, was bei der Verseifung von natürlichen Fetten und Ölen zur Gewinnung von Seifen (= Alkalisalze der Fettsäuren) entsteht. Meist werden dazu vor allem tierische Fette eingesetzt. Inzwischen werden zusätzlich große Mengen Glycerin als Nebenprodukt der Biodieselherstellung erzeugt. Dies geschieht durch eine Umesterung von meist pflanzlichen Ölen mit Methanol. Zusätzlich wird das Glycerin synthetisch aus Erdöl gewonnen. Hier spricht man auch von hochreinem Glycerin, das überwiegend für die Pharma-, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie eingesetzt wird.
"Auch wenn Glycerin in vielen Kosmetikprodukten als Feuchtigkeitsspender Nummer eins gilt, bemängeln Kritiker gerade die feuchtigkeitsbindende Wirkung des Stoffes. Eines steht fest: Glycerin bindet Feuchtigkeit. Bei niedriger Luftfeuchtigkeit, wie es etwa im Winter bei trockener Heizungsluft oftmals der Fall ist, kann das in Cremes und Lotionen enthaltene Glycerin genau das Gegenteil bewirken. Statt Feuchtigkeit aus der Luft zu binden und die Haut geschmeidig zu halten, wird diese dem Bindegewebe entzogen. Auf diese Weise trocknet die Haut von innen aus und verliert damit an Spannkraft. Langfristig kann dadurch die Hautalterung beschleunigt werden, da der Haut Feuchtigkeit fehlt, um prall und straff auszusehen.
Diese Nachteile liegen jedoch nicht am Glycerin allein, sondern vielmehr einer falschen Zusammensetzung der Kosmetikprodukte. Um die negativen Auswirkungen zu verhindern, darf der Anteil an Glycerin in den Produkten nicht höher als 10 Prozent sein." https://www.onlinestore-john.de/ratgeber/ist-kosmetik-mit-glycerin-schaedlich.
Wenn Ihr also Glyzerin in Euren Inci-Listen findet, ist es wichtig, ob es 1. biologisch ist, 2. aus der Pflanze gewonnen wird und 3. sich in der Liste der Inhaltsstoffe weiter hinten befindet und nicht an den ersten drei Plätzen. Die Inci-Listen sind immer so aufgebaut, dass je mehr drin ist von einem Stoff, desto weiter vorn steht er.

 

BIO-Glyzerin
Naturkosmetikhersteller verwenden Glyzerin, das von Pflanzen aus kontrolliert-biologischem Anbau stammt. Zutaten aus Erdöl sind in zertifizierter Bio-Beauty genauso tabu wie solche von toten Tieren. Auch vor Öko-Sprit-Abfällen sind Sie weitgehend sicher, denn das Getreide, aus dem man Bio-Diesel herstellt, wird konventionell angebaut. Völlig ausgeschlossen ist diese Herkunft des Glyzerins aber nicht, da ein zertifiziertes Naturkosmetikprodukt nicht automatisch zu 100 Prozent bio sein muss (und für einige BIO-Zertifizierer auch nicht ist). Da Bio-Beauty-Firmen ihre Aufgabe aber meist sehr ernst nehmen, verzichten fast alle freiwillig darauf. Falls das Glyzerin aus Palmöl gewonnen wird, beziehen Naturkosmetik-Anbieter es vorrangig aus Südamerika, wo es Öko-Anpflanzungen gibt, für die kein Regenwald abgeholzt wurde. Genau hinzuschauen lohnt sich“. Text auszugsweise aus dem Newsletter von http://naturalbeauty.de/fakten/naturkosmetik/glyzerin-eine-gratwanderung/

K
Karmin (CI75470)

Natürlicher Farbstoff, auch als Cochenille bekannt. Gewonnen wird er aus den befruchteten und getrockneten Weibchen der Scharlachschildlaus (Dactylopius cacti), die auf Kakteen (v. a. Opuntien) gedeihen. Sie werden in sog. Nopalerien gezüchtet. Da der Stoff tierischen Ursprungs ist, wird er in unseren Lippenprodukten nicht verwendet.

M
Mica

Es ist einer der Hauptrohstoffe in jedem Mineralpuder. Es ist ein bestimmtes Mineral bzw. eine Gruppe von Mineralien: die Glimmerminerale. Die populärsten ihrer Art sind die (Halb-)Edelsteine Biotit, Muskovit und Fuchsit.
Mica wird sowohl in der Naturkosmetik als auch in der konventionellen Kosmetik eingesetzt. Das Mineral sorgt für einen feinen Schimmer und schützt vor UV-Strahlen. Zu feinen Pigmenten vermahlen, schimmert Mica in Mineral-Make-up, Gesichtspudern, Lippenstiften und Lidschatten.

Mineralien
Wann darf man eigentlich von Mineralien sprechen?
Ob ein Mineral definitorisch so genannt werden darf und daher den Status eines Minerals verliehen bekommt, darüber entscheidet die International Mineralogical Association (IMA) – eine internationale Organisation, gegründet 1958. 1998 wurde eigens zur Beurteilung der Minerale der Glimmergruppe das „Mica-Subcommittee“ einberufen. Diese Mineralogische Vereinigung hat sich dafür ausgesprochen, dass Biotit ein Mischkristall ist. Im Vergleich dazu ist Muskovit ein offiziell anerkanntes IMA-Mineral. Chemisch betrachtet sind Muskovit und Biotit Silikatminerale und innerhalb der Silikate werden beide den Schichtsilikaten zugeordnet. Muskovit als Hellglimmer kann farblos, silber, hellgrau, gelblich bis grünlich sein. Die Strichfarbe ist bei beiden Mineralien dennoch weiß. Info: http://www.steine-und-minerale.de.

 

Mineralöle - Nicht bei uns!
Mineralöle werden aus Erdöl gewonnen, ähnlich wie Benzin oder Diesel. Sie werden natürlich viel weiter gefiltert, bis nur noch bestimmte Kohlenwasserstoffe darin enthalten sind. Es entsteht ein durchsichtiges Öl, weshalb auch von Weißöl gesprochen wird. Mineralöle bieten einige Vorteile für den Einsatz in Hautpflegeprodukten. Sie sind sehr leicht zu verarbeiten und besonders haltbar und vor allem ... sie sind sehr kostengünstig. Während pflanzliche Öle ranzig werden können und in der Creme zusätzlich geschützt werden müssen, ist dies bei Mineralölen nicht notwendig.
In der Anwendung bieten sie den Vorteil, dass sie so gut wie keine Allergien auslösen. Das hat auch damit zu tun, dass Mineralöle, als Produkte des Erdöls, unserem Körper fremd sind. Darum dringen sie auch nur in die obersten Schichten der Haut ein. Dort erzeugen sie eine Art Film, der die Haut sofort abdichtet. So wird der Wasserverlust der Haut gestoppt und von außen fühlt sich die Haut weich an.
Diese Abdichtung der Haut ist allerdings das Problem. Die Haut kann nicht mehr richtig atmen und wird träge. Die natürlichen Regenerationsprozesse der Haut werden verlangsamt. Benutzen wir mineralölhaltige Cremes, um uns Linderung, z. B. bei trockener Haut zu verschaffen, müssen wir uns bewusst sein, dass wir nur einen kurzfristigen Effekt erzielen. Unter der Schutzschicht der Mineralöle bleibt die Haut genauso angespannt und gestresst wie zuvor. Da die Mineralöle nicht wirklich in die Haut eindringen können, sind sie zudem nicht dafür geeignet, Vitamine und andere Wirkstoffe zu transportieren. Für Pflegeprodukte mit einer echten Anti-Aging-Wirkung scheiden sie damit aus.

 

MOAH – Ein Kosmetikbösewicht in Mineralölen?
Es gibt noch einen weiteren Grund, warum ein Verzicht auf Mineralöe ratsam erscheint. Eine Untersuchung von Stiftung Warentest hat in allen getesteten Produkten aromatische Kohlenwasserstoffe nachgewiesen. In der Kurzform heißen diese MOAH (Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons). MOAH sind Schadstoffe, die potenziell karzinogen, also krebserregend, wirken. Inwieweit MOAH durch die Haut gelangen, wurde noch nicht abschließend bewertet. In jedem Fall aber sollte Lippenpflege mit Mineralölanteil vermieden werden. Dieser wird nämlich einfach geschluckt, wodurch MOAH direkt in den menschlichen Organismus gelangen.
Auf der Liste der Inhaltsstoffe verbergen sich Mineralöle unter den Namen:
Mineral Oil, Petrolatum, Paraffinum Liquidum, Paraffinum Subliquidum, Cera Microcristallina, Microcrystalline Wax, Ozokerit, Ceresin, Vaseline

 

P
PEG-Derivate (Nicht bei uns!)

Als Giftstoffe - auch wenn sie für viele keine sind - bezeichne ich z.B. sogenannte PEG-Derivate. Diese Substanzen (schreibt ÖKO-Test 2016) sind auch dafür bekannt, dass sie Fremdstoffe in die Haut schleusen können. Einige enthalten krebserregende Nitrosamine (Nitrosamin N-Nitrosodiethanolamin (NDELA). Nitrosamine können, egal ob sie mit der Nahrung oder aus Kosmetik über die Haut in den Körper gelangen, Tumore in der Leber, den Nieren und dem Atemtrakt erzeugen.
 

 

S
Schwermetalle

Aufgrund der Zusammensetzung unserer Puder, die ja ausschließlich aus mineralischen Pigmenten bestehen und weder Öle, Wachse oder sonstige Bestandteile haben, kann davon ausgegangen werden, dass trotz verantwortungsvoller Auswahl an Pigmenten bzw. Rohstoffen auch Spuren von Schwermetallen im ppm-Bereich gefunden werden könnten. Wir haben bei der Ausarbeitung der Texturen und Farbnuancen zwar mit schwermetallreduzierten Pigmenten gearbeitet, aber auch diese sind nicht komplett frei von Nickel (bis zu 100 ppm können in einem Kilogramm Pigment enthalten sein).
Da aber auch diese Werte je nach verwendeten Pigmenten und dem Produkt, um das es sich handelt (Puder, Lipstick, Mascara) variieren, kann hier kein exakter Wert angegeben werden. Grundsätzlich können die Produkte bei einer Allergie auf Nickel untersucht werden. Aber das Ergebnis gilt immer nur für diese eine Farbnuance des jeweiligen Produktes.
Gut zu wissen ist, dass sich Schwermetalle in allen Nahrungsmitteln befinden, die aus der Erde kommen: Karotten, Spargel, Rote Beete, etc. Mit jedem Spargelessen nimmt man mehr Schwermetalle auf als würde man unsere Puder essen. Mineralpuder enthalten grundsätzlich Schwermetalle, die jedoch unter dem erlaubten ppm-Bereich liegen. Es gibt Anbieter, die damit werben, dass ihre Mineralpuder schwermetallfrei seien. Das ist leider nicht möglich, weil - wie gesagt - sie aus der Erde kommen.

 

 

Silica (Kieselsäure)
Es zählt zu den anorganischen Gelbildnern und wird aus natürlich vorkommendem Quarzsand gewonnen. Es verbessert die Streufähigkeit von Pudern und kann Wasser und Fett absorbieren. Siliciumdioxid ist das in der Erdkruste am häufigsten vorkommende Mineral. Als Bestandteil der Zellwände zahlreicher Pflanzen ist es auch in Lebensmitteln in unterschiedlichen Mengen enthalten. Der menschliche Organismus kann Siliciumdioxid weder aufnehmen noch verwerten. Es wird unverändert ausgeschieden.
http://www.zusatzstoffe-online.de/zusatzstoffe/235.e551_siliciumdioxid.html

 

T
Talcum, Talk (Steatit, Speckstein, Magnesiumsilikathydrat) - Nicht bei uns!

Talk ist ein feines Puder, das beim Abbau von Talkgestein (Speckstein) gewonnen wird. Talk ist im Allgemeinen weder haut- noch augenreizend, auch Allergien sind bisher nicht bekannt. Dennoch kann das Einatmen von feinem Talkpulver zu Entzündungen in den peripheren Atemwegen führen, die zu sogenannten Fremdkörpergranulomen führen können. Granulombildung erfolgt auch auf der Haut, wenn zu grobkörniges (>100 µm Partikelgröße) Talkum angewendet wird. Dies ist besonders bei offenen Wunden problematisch.
Talk ist der Hauptbestandteil von  Pestiziden, wie von Floh- und Zeckenpuder – aber auch von Baby-Puder und unzähligen Produkten der Kosmetikindustrie. Auch der Puder auf einigen Kaugummis enthält Talk. Es ist ein sehr kostengünstiger Inhaltsstoff. Gesundheitliche Probleme sind bei faserhaltigem Talkum zu erwarten, was der Struktur von Asbest sehr ähnlich sieht. Faserhaltiges Talkum darf daher zu pharmazeutischen Zwecken nicht eingesetzt werden. Zudem herrscht die Vermutung vor, dass Talkpartikel Tumore in den Eierstöcken und in der Lunge verursachen können. Auch liest man, dass die Verwendung im Genitalbereich Muttermundkrebs erzeugen könne.
Aber - wie sehr oft in diesem Bereich - ist es so: Nix genaues weiß man nicht. Lest zu Talkum mehr unter: www.zentrum-der-gesundheit.de + www.wikipedia.org/wiki/Talk

 


Titandioxyd (CI77891) - verwenden wir nur als Pigment.
Die Diskussion und Formung um diesen meist genutzten Inhaltsstoff ist schon 20 Jahre alt. Letzter Stand, der für mich für die Verwendung entscheidend war: CI77891 ist nur dann schädlich (möglicherweise krebserregend) und erreicht die Lunge oder durchbricht die Darmwände, wenn der Inhaltsstoff in Nanopartikeln enthalten ist, also extrem klein. Unser Puder enthält die einzelnen Partikel so groß, dass sie – wenn überhaupt – geschluckt und ausgeschieden werden. Das Verhältnis ist wie ein Fiat 500 gegen einen Doppellaster. Wir atmen täglich wesentlich mehr Hausstaub ein, deren Partikel viel, viel kleiner sind und dadurch auch gefährlich werden können – ganz zu schweigen von den Feinstaubemissionen in Grossstädten. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass der Rauch (auch wenn er nicht sichtbar ist) von Kaminen oder gemütlichen Lagerfeuern ein extremer Angriff auf die Lungen ist.
Im Unterschied zu den in Flüssigkeiten löslichen Stoffen ist das Pigment Titandioxid nicht wasserlöslich. Die Partikel werden vielmehr sehr fein in ihrem Medium verteilt, ohne aber ihre chemische Zusammensetzung zu ändern. Titandioxid ist beständig gegen Licht, Hitze und Säuren.
In Sonnenschutzmitteln wird allerdings Titandioxyd häufig in Nanoparts eingesetzt und diese wirken entsprechend, obwohl sie in Cremeform enthalten sind, also nicht als Puder eingeatmet werden. Achten Sie bei Produkten – speziell bei Sonnencremes, Zahnpasta, Dragees - auf die Bezeichnungen in den Inci’s: microniced oder nano. Jeder Hersteller ist seit 2009 verpflichtet, Nanoparts so an den Verbraucher zu kommunizieren.

 

Tocopherol = Vitamin E
Wie wird das Tocopherol für unsere Mascara gewonnen?
Man nennt es einfacher auch Vitamin E. Mit Vitamin E bezeichnet man eine ganze Klasse von chemisch  ähnlichen Substanzen, die sogenannten Tocopherole. In der Natur kommen diese Substanzen meist im Gemisch vor. In ihrer Wirkung sind sie sich ähnlich und können daher zu Recht als ein Wirkstoff, nämlich Vitamin E, bezeichnet werden. In der Kosmetik werden häufig Verbindungen des Vitamin E eingesetzt. In der INCI heißen diese dann Tocopheryl Acetate, Tocopheryl Nicotinate oder Tocopheryl Succinate. Naturkosmetikfirmen – wie wir auch - setzen Vitamin E aus natürlichen Ölen ein. Es kann beispielsweise aus Sonnenblumenöl gewonnen werden, das von Natur aus hohe Konzentrationen an Vitamin E enthält. http://hautpflegewissen.de/wirkstoffe/vitamin-e/
Das Tocopherol in unserer Mascara wird aus natürlichen Quellen gewonnen. Es ist GMO frei. GMO steht für "Gentechnisch modifizierter Organismus" (Synonym: GVO - Gentechnisch veränderte Organismen) und meint die Methode, die Erbanlagen eines Organismus, mittels Gentechnik zu verändern.

 

U
Ultramarinblau (CI7707)

Ultramarinblau steht für eine Sammelbezeichnung für anorganische Pigmente unterschiedlicher Farbe mit ähnlichem chemischen Aufbau. Die Pigmente sind sehr lichtecht. Die früher zur Pigmentherstellung verwendeten Mineralien wurden „über das Meer“ nach Europa importiert, so ist der Begriff Ultramarin entstanden, was so viel bedeutet wie „Das Blau von jenseits des Meeres“. Synthetische und natürliche Ultramarine basieren auf der sehr ähnlichen chemischen Struktur des farblosen Sodalith-Minerals. In der Werbung wird Ultramarine gern als Blau eingesetzt, um eine positive Stimmung beim Käufer zu wecken. Abweichend davon sind zahlreiche weitere Ultramarinpigmente erhältlich, die grün oder rotstichig und heller oder dunkler sind. Im erweiterten Sinne deckt der Farbton Ultramarin also den gesamten Bereich von einem Grünblau über ein sattes Blau bis zu einem dunklen Rosa ab. https://de.wikipedia.org/wiki/Ultramarin

 

 

Codecheck-Infos

Wir sind sehr froh, dass es solche Initiativen, wie Codecheck u.ä. gibt. Es ist aktuell die bekannteste Quelle für Informationen über Inhaltsstoffe für Verbraucher (www.codecheck.info). Die Informationen auf der Website resultieren aus 2 Quellen: Verbraucher melden den EAN-Code auf den Verpackungen und die dazu gehörige INCI-Deklaration. Code-Check fügt aus einer eigenen Datenbank mit Stellungnahmen von   B.U.N.D., ÖkoTest, Greenpeace und ähnlich kritisch aufgestellten Organisationen Bewertungen dazu.  Anhand der Gegenüberstellung positiver und negativer Inhaltsstoffe wird ein angefragtes Produkt dann entsprechend eher positiv oder eher negativ bewertet.
Problematisch ist die Herkunft der Bewertungen. Eigentlich kann sich jeder bei einem Produkt einloggen und etwas drüber schreiben, auch Mitbewerber. Wir haben ziemlich damit zu tun, unqualifizierte Aussagen, die unzutreffend sind, auszusondern. Wird ein Rohstoff von den Daten liefernden Organisationen unterschiedlich bewertet, so fließt nur die negative Bewertung in die Produktbewertung ein. Weiterhin fehlen Kontrollmechanismen, die Eintragungen der Community überprüfen. So wurde das gleiche Produkt zweimal in der Datenbank gefunden, aber mit unterschiedlichen Bewertungen.
Im Jahr 2016 hat die Zeitschrift Öko-Test der Seite codecheck.info die Verwendung der Öko-Test-Bewertungen untersagt, weil diese veraltet seien. Die Seite verwendet die Bewertungen trotzdem weiter. Infos verkürzt wiedergegeben aus Mitglieder-Info von ICADA (unser Naturkosmetik-Zertifikat

 

Sehr interessant ist auch, was eine Bloggerin, die sich mit dem Thema CODECHECK auseinandergesetzt hat, über sie schreibt:
https://ivysveganpoison.com/2016/03/13/einige-kritikpunkte-zu-codecheck-info/

 

 

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