Vegane Pinsel

Unsere Kabuki bestehen aus sehr feinem synthetischen Haar (Toray Hair) und die Stiele aus schnell nachwachsendem Bambus. Die dünnen Stiele haben ein FSC-Zertifikat (keine Mix-Hölzer) für nachhaltigen Holzanbau. Alle Pinsel genügen höchsten Profi-Standards. Die Kabuki wurden ursprünglich vor vielen Generationen für das weiße Puder der Geishas hergestellt. Das besondere an den Kabuki ist, dass sie das Puder durch Rühren komplett in den Pinselhaaren aufnehmen und auf der Haut auch wieder komplett abgeben. Das leisten herkömmliche Pinsel nicht, weil deren Haare nicht so fein sind, wie die vom Kabuki. Unsere Kabuki sind vegan - auch der Kleber.

Lunar Jess, (damals) eine Bloggerin, die ich nach wie vor sehr schätze, hat im April 2011 folgenden Artikel in Ihrem Blog gepostet, den ich Euch nicht vorenthalten will:
Bei meiner ... (Lunar Jess) ... kleinen Recherche stieß ich auf ein Schreiben vom Deutschen Tierschutzbund, welches ich zu diesem Thema zitieren möchte:
„[…] Das Rohmaterial wird von Kürschnereien, sofern es sich um Fell- und Pelzstücke handelt, von Schlachthöfen, beispielsweise Rinderohrenränder, aber hauptsächlich von Lieferanten ausländischer Tierhaare bezogen. Diese stammen vor allem aus dem asiatischen Raum, in erster Linie aus China, Russland, der Mongolei und Korea, aber auch aus dem nordamerikanischen Raum.
Gerade weil Naturhaarpinsel überwiegend aus dem asiatischen Raum nach Europa und Deutschland eingeführt werden, bleibt grundsätzlich die Frage offen, unter welchen Bedingungen die Tiere ihrer Haare beraubt werden. Wildlebende Tiere werden gejagt oder durch Schlingen und Fallen getötet. Ob sie auch – wie Pelztiere – in Gefangenschaft industriell gehalten werden, ist uns nicht bekannt. Man kann aber prinzipiell davon ausgehen, dass die Tierschutzstandards nicht mit denen in Deutschland vergleichbar sind. Dies gilt auch für die Haltung und Tötung domestizierter Tiere wie z. B. der Schweine, Rinder und Pferde außerhalb der EU. Hier ist Vorsicht immer geboten. 
Insgesamt bleibt die Tierschutzrelevanz, die mit der Gewinnung von Naturhaarpinseln verbunden ist, der Öffentlichkeit weitgehend verborgen. Besonders brutal sind die Fangeisen und Schlingen von Fallenstellern, in die vor allem kleinere wildlebende Säugetiere wie Wiesel, Iltis oder Dachs geraten. Sie führen zu Knochenbrüchen, Fleischwunden und ausgerenkten Gelenken. Da diese Fallen oftmals nicht unmittelbar die von ihnen gefangenen Tiere töten, ist der Tod der Tiere besonders qualvoll und zieht sich über viele Stunden hin.
Kritisch betrachtet werden muss leider auch die Nutzung der so genannten Schlachtnebenprodukte wie z. B. der Haare vom Ohrrand der Rinder. Solange in Deutschland Fleisch konsumiert und Häute und Felle bei der Schlachtung anfallen, ist es aus der Sicht des Deutschen Tierschutzbundes besser, diese zu nutzen als wegzuwerfen. Dabei ist aber zu bedenken, dass die Fleischproduktion durch die Massentierhaltung geprägt ist und die Tiere unter völlig unzureichenden Bedingungen ihr Dasein fristen. Der Deutsche Tierschutzbund kämpft für eine tiergerechte und schonende Behandlung der Tiere von der Geburt bis zur Schlachtung und hat aus diesem Grunde die Initiative NEULAND mitgegründet, die eine tier- und umweltgerechte Landwirtschaft gewährleistet.
Wer Tierleid nicht fördern will, der verwendet synthetisch hergestellte Pinsel. Dabei handelt es sich um qualitativ hochwertige Pinsel für unterschiedliche Ansprüche, die nicht nur eine hervorragende, da tierschutzgerechte Alternative zu den Naturhaarpinseln darstellen, sie sind zudem häufig auch deutlich günstiger im Einkauf. Es gibt somit keinen vernünftigen Grund diese nicht zu nutzen. […]“
Ich habe für diesen Artikel bei einigen Firmen, die Echthaarpinsel produzieren nachgefragt. Von einigen erhielt ich eine Antwort, darf diese hier aber nicht zitieren, was ich sehr schade finde. Der Inhalt gleicht zusammengefasst eher Werbetexten und es wurde natürlich mehrmals versichert, dass kein Tier extra für die Pinsel leiden musste. Mir zeigt es mal wieder auf, wie scheinheilig diese Art von Werbung ist. Nur wegen der Pinsel musste Pony XY vielleicht nicht leiden, aber es wurde schließlich zuvor geschlachtet. Ein Satz a la „Unsere Pinselhaare stammen von glücklichen Tieren.“ macht nun mehr wütend und ich wünsche mir gerade in diesem Gebiet viel mehr Aufklärung.

Quelle: https://www.kosmetik-vegan.de/erbse/pinselkunde-woher-stammt-das-haar/

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