NCI-Fibel No. 1 - Mica (Glimmer)

Mica (Glimmer) wird sowohl in der Naturkosmetik als auch in der konventionellen Kosmetik eingesetzt. Der Rohstoff sorgt für einen feinen Schimmer und schützt vor UV-Strahlen. Zu feinem Puder vermahlen, schimmert Mica in Mineral-Make-Up, Lippenstiften und Lidschatten. Der Glimmer kann farblos, silber, hellgrau, gelblich bis grünlich sein. Mica wird zum Teil - der Natur nachempfunden - produziert und nicht aus dem Bergwerk gewonnen. Das finden wir gut, weil dadurch Kinderarbeit ausgeschlossen ist.

Mica steht besonders in Verruf, mit Hilfe von Kinderarbeit gewonnen zu werden. Wir haben uns bei unseren Rohstoff-Lieferanten schriftlich bestätigen lassen, dass sowohl unser Mica als auch alle anderen Rohstoffe für unsere Puder nicht durch Kinderarbeit gewonnen werden.

INCI-Fibel No. 2 - Titandioxid (CI77891)

Letzter Stand, der für mich für die Verwendung entscheidend war, ist, dass CI77891 nur dann in die Kategorie der schädlichen Stoffe einzureihen ist (möglicherweise krebserregend), wenn der Inhaltsstoff im Produkt in der Größe von Nanopartikeln (Nanoparts) enthalten ist, also extrem klein. Dann nämlich spricht man davon, dass er die Lunge erreichen oder die Darmwände durchbrechen kann.

Das, von uns verwendete, Titandioxid enthält die einzelnen Partikel jedoch so groß, dass sie – wenn überhaupt – geschluckt und ausgeschieden werden. Das Verhältnis der Größen ist in etwa so, wie ein Fiat 500 gegen einen Doppellaster. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass der Rauch (auch wenn er nicht sichtbar ist) von Kaminen oder gemütlichen Lagerfeuern ein viel extremerer Angriff auf die Lungen ist als Titandioxid.
In Sonnenschutzmitteln wird allerdings Titandioxyd häufig in Nanoparts eingesetzt und diese wirken entsprechend, obwohl sie in Cremeform enthalten sind, also nicht als Puder eingeatmet werden. Achten Sie deshalb bei Produkten – speziell bei Sonnencremes, Zahnpasta, Dragees - auf die Bezeichnungen in den Inci’s: „microniced“ oder „nano“. Jeder Hersteller ist seit 2009 verpflichtet, Nanoparts so an den Verbraucher zu kommunizieren.

INCI-Fibel No. 3 - Sonnenschutz

Jetzt - zur Sonnen-Sommer-Zeit – fragen alle wieder nach dem „Hipe“ Lichtschutzfaktor (LSF), der gar nicht hoch genug sein kein. Macht Euch klar, dass ein hoher LSF (über 30) aber nicht natürlichen Ursprungs ist sondern chemisch erzeugt wird. Natürliche (nicht chemisch erzeugte) LSF liegen meistens bei bis zu 15 LSF und sie sind durch Mineralien erzeugt. Sie bleiben auf der Haut und reflektieren dort die Sonnenstrahlen, während chemische UV-Filter in die Haut eindringen können und dort ähnlich wie Hormone wirken. Die meisten von ihnen können Stoffwechselprozesse im Körper empfindlich stören. Es gibt zwar auch ein paar unbedenkliche chemische UV-Filter aber die haben ab LSF 30 den Nachteil, einen unschönen Weissfilm auf der Haut zu hinterlassen. Sucht man nach einem hohen Sonnenschutz, ohne eingecremt wie ein Gespenst auszusehen, ist das nur möglich, wenn man gleichzeitig Nanopartikel in der Creme hinnimmt. (INCI-Fibel über Nanopartikel).
Einfacher ist es, eine reichhaltige Feuchtigkeitscreme zu nehmen und darauf unser Puder (Foundation, Specials) zu benutzen. Das schützt auf natürliche Weise den Körper insgesamt und nicht zuletzt das Tierreich, das im Wasser wohnt, wenn wir eingecremt im Meer baden gehen.

INCI-Fibel No. 4 - Nanopartikel (für uns tabu)

Nanopartikel haben ihren Namen wegen ihrer sehr kleinen Größe des einzelnen Korns. Diese Minimalgröße bewirkt, positiv gesehen, dass sie nicht sichtbar auf der Haut sind. Deshalb werden sie so gern für Sonnen-Cremes und -Sprays verwendet. Negativ besehen, ist es jedoch so, dass sie in die Haut eindringen können. Beim Spray mit Nanos ist es noch extremer: Die können sogar eingeatmet werden und stehen im Verruf, die Darmwände durchbrechen zu können.
Neben dem Gesundheitsaspekt kommt aber auch noch eine weitere Komponente zum Tragen: Nanopartikel, die beim Baden im Meer oder in Seen von der Haut ins Wasser gelangen, haben negative Auswirkungen auf die Lebewesen in diesen Gewässern. Sie beeinträchtigten das Wachstum von Mikroorganismen und das Verhalten von Fischen. Für Nanopartikel besteht in der EU deshalb eine besondere Kennzeichnungspflicht: Produkte, die Nanopartikel enthalten, müssen mit dem Zusatz "nano" gekennzeichnet sein. Du kannst sie somit leicht in den INCI-Listen erkennen.

Mineralische (natürliche) Filter hingegen bleiben auf der Hautoberfläche und reflektieren dort die Sonne. Sie zerfallen im Gegensatz zu den meisten chemischen Filtern gar nicht. Zu ihnen zählen Titandioxid.

INCI-Fibel No. 5 – Schwermetalle

Gut zu wissen ist, dass sich Schwermetalle in allen Nahrungsmitteln befinden, die aus der Erde kommen: Karotten, Spargel, Rote Beete, etc.  Mineralpuder, die aus der Erde kommen, enthalten grundsätzlich Schwermetalle, die jedoch weit unter dem erlaubten ppm-Bereich liegen. Mineralpuder, die schwermetallfrei sind, sind solche, die nachgebaut sind. Mineralien, die aus der Erde kommen, enthalten immer Schwermetalle.

Aufgrund der Zusammensetzung unserer Puder, die weder Öle, Wachse oder sonstige Bestandteile haben, kann davon ausgegangen werden, dass trotz verantwortungsvoller Auswahl an Pigmenten bzw. Rohstoffen auch Spuren von Schwermetallen im ppm-Bereich gefunden werden könnten. Die Pigmente sind nicht komplett frei von Nickel (bis zu 100 ppm können in einem Kilogramm Pigment enthalten sein). Grundsätzlich können die Produkte bei einer Allergie auf Nickel untersucht werden.

INCI-Fibel No. 6 - Talkum (für uns tabu)

Kennt Ihr „Speckstein“? Ich habe es früher geliebt, irgendwelche Gebilde daraus zu schleifen. Es geht ganz einfach sogar mit einem Löffel, weil dieser Stein sehr weich ist. In der Kosmetik kennt man ihn unter dem Begriff „Talkum“. Talkum ist ein feines Puder, das beim Abbau von Talkgestein (Speckstein) gewonnen wird. Talk ist im Allgemeinen weder haut- noch augenreizend, auch Allergien sind bisher nicht bekannt. Dennoch kann das Einatmen von feinem Talkpulver zu Entzündungen in den peripheren Atemwegen führen. Talk ist der Hauptbestandteil von Pestiziden, wie von Floh- und Zeckenpuder – aber auch von Baby-Puder und unzähligen Produkten der Kosmetikindustrie. Es ist ein sehr kostengünstiger Inhaltsstoff, kann aber gesundheitliche Probleme verursachen. Wir konnten die Erfahrung machen, dass Talk als Inhaltsstoff in Mineralkosmetik die Poren verstopft und die Haut stark austrocknet. Leider merkt man das erst nach einer Weile. Zuerst macht Talk eine zarte Haut. Lest zu Talkum mehr unter:
www.zentrum-der-gesundheit.de
www.wikipedia.org/wiki/Talk

INCI-Fibel No. 7 - Bienenwachs (für uns in eigenen Produkten tabu)

Es besteht im Wesentlichen aus Palmitinsäureester (86%) und Cerotinsäure(14%).
Bienenwachs (lat. Cera Flava) ist ein von Bienen abgesondertes Wachs, das von ihnen zum Bau der Bienenwaben genutzt wird. Gereinigt kommt es als Cera alba in den Handel.

Durch seine heilenden Eigenschaften ist das echte Bienenwachs ein gern verwendeter Inhaltsstoff in Naturkosmetik. Es gibt Angaben, dass pro 100 kg geerntetem Honig und natürlich auch abhängig von der Betriebsweise 1 bis 1,5 kg Wachs anfallen.

Die Beste Qualität hat Bienenwachs aus unbebrütetem Wildbau. Dieses Wachs ist besonders Hell und mild wohl riechend. Es wird aufgrund seiner hohen Qualität auch gerne vom Imker wieder eingesetzt um Mittelwände (Wabenvordrucke) herzustellen. Für die Bienenhaltung spielt hier eine große Rolle, dass in unbebrütetem Wachs keine Erreger für Bienenkrankheiten übertragen werden können.  Aufgrund der seit den 70er Jahren eingeschleppten Varroa-Milbe, wurden die Bienen mit verschiedenen Medikamenten behandelt. Diese Medikamente können als Rückstände im Bienenwachs verbleiben. Die meisten Imker haben ihr Varroa-Behandlungskonzept inzwischen auf Rückstandsfreie Medikamente umgestellt. Aber ein Teil der Medikamente befindet sich noch immer im Wachskreislauf.

INCI-Fibel No. 8 - Carnaubawachs

Brasilien ist das Land mit bedeutender Carnaubaproduktion. Die Blätter der Palmen sind beidseitig mit dem Pflanzenwachs beschichtet, um sie vor Verdunstung zu schützen. Nach dem Trocknen der Blätter löst sich der Großteil des Wachses bereits von selbst. Der Rest wird durch Schaben, Klopfen und Bürsten gewonnen. Von den natürlichen Wachsen pflanzlicher Herkunft ist Carnaubawachs das härteste. Der Schmelzpunkt liegt bei 80-87 °C und das ist für ein natürliches Wachs sehr hoch. Beim Schmelzen entfaltet das Wachs einen charakteristischen heuartigen Duft.

Es haben sich bis heute keine intensiv bewirtschafteten Plantagen etabliert. Dies liegt zum einen daran, dass eine neu angelegte Plantage etwa 20 Jahre brauchen würde, bis sie eine angemessene Produktion lieferte, sodass entsprechende Investitionen gescheut werden. Zum anderen liefert Carnauba gegenüber anderen Kulturen nur geringe Erlöse pro Hektar. Entsprechend wertvoll und kostspielig ist das Wachs. Auf kargen Böden kommt Carnauba jedoch in hoher Dichte vor und aufgrund der relativ stabilen Weltmarktnachfrage war der Bestand zur Deckung der Nachfrage bisher ausreichend. Wer weiß, wie sich das in Zukunft entwickelt im Zuge der steigenden Nachfrage nach natürlichen Wachsen.

INCI-Fibel No. 9 - Calciumsulfat

Calciumsulfat ist eine chemische Verbindung aus Kalzium und Schwefel, die in manchen Lebensmitteln als Zusatzstoff eingesetzt wird. Es ist, wie der Name schon sagt, reich am Mineral Kalzium und fällt beispielsweise bei der Herstellung von Weinsäure an. Es kommt zum Beispiel auch als Gerinnungsmittel in verschiedenen Tofu-Sorten zum Einsatz und hilft dabei, ein schnittfestes Produkt zu erzeugen. Calciumsulfat kommt auch in der Natur vor. Der Körper eines erwachsenen Mannes enthält mehr als ein Kilogramm Kalzium, das hauptsächlich in den Knochen eingelagert ist. Calciumsulfat ist als Lebensmittel-Zusatzstoff ohne Beschränkung zugelassen und gilt als unbedenklich. Übrigens ist es für den Körper gut verfügbar und kann daher die Versorgung mit Kalzium unterstützen.

In unseren Pudermischungen sorgt es dafür, dass es nicht zu "fluffy" ist und sich gut in den Pinsel einarbeiten lässt. Es verstopft die Poren nicht wie z.B. Talkum.

In der Homöopathie ist Calcium Sulfuricum ein Mittel, das zu zahlreichen Krankheitsbildern und Beschwerden passt. Es gehört auch als eigenständiger Wirkstoff zu den Schüßler-Salzen. Besonders empfehlenswert in der Dermatologie ist es, wenn die Haut zur Bildung von Pusteln oder Furunkeln neigt. Calcium Sulfuricum sorgt für eine gesunde und frisch aussehende Haut.

INCI-Fibel No. 10 - Boron Nitride

Sie werden häufig verwechselt mit dem Begriff „Bor“, was eine Säure ist. Tatsächlich sind Boron Nitride ein sehr seltener und sehr teurer Rohstoff, der als Mineral in Diamanten und in Graphit vorkommt. 

Bornitrid (englisch: Boron Nitride) ist eine Verbindung aus dem natürlich vorkommenden Mineral Borax und einer Stickstoffquelle. Hexagonales Bornitrid gilt in der Kosmetik als sicherer Inhaltsstoff. In unserem Mineralpuder wirkt es als Reflektor, sowie als sanfter Weichzeichner mit hoher Deckkraft und hervorragender Haftung.

Als Inhaltsstoff in Sonnenschutzmitteln kann Bornitrid nachgewiesenermaßen sowohl den Lichtschutzfaktor, als auch die UVA-Schutzleistung steigern. In einer Studie, die das UV-Schutz-Potential von Bornitrid und Kohlenstoff auf Textilien untersucht, konnte sogar ein Lichtschutzfaktor von bis zu 38.6 nachgewiesen werden.

Die hohe Deckkraft und die zum Auftragen vorteilhafte graphitähnliche Beschaffenheit sind die entscheidenden Eigenschaften für die Verwendung in Make-Up. Hier noch Infos aus wikipaedia: Im Jahr 2009 wurde in Tibet ein natürlich vorkommendes Bornitridmineral in kubischer Form (c-BN) mit dem vorgeschlagenen Namen Qingsongit gemeldet . Die Substanz wurde in dispergierten mikronisierten Einschlüssen in chromreichen Gesteinen gefunden. Der Hautschutzengel stuft Boron Nitride als empfehlenswert ein.

In den ANGEL MINERALS Pudern ist der Inhaltsstoff der Natur entsprechend nachgebaut und fällt besonders durch seine Geschmeidigkeit auf der Haut auf.

INCI-Fibel No. 11 - Glycerin (für uns in eigenen Produkten tabu)

Glycerin ist ein Zuckeralkohol und ist in allen natürlichen Fetten vorhanden. Es ist ein sich entwickelndes Produkt, was bei der Verseifung von Fetten und Ölen zur Gewinnung von Seifen entsteht. Zusätzlich wird das Glycerin synthetisch aus Erdöl gewonnen. Hier spricht man interessanterweise auch von „hochreinem“ Glycerin, das überwiegend für die Pharma-, Lebensmittel- und die Kosmetikindustrie eingesetzt wird.
Glycerin bindet Feuchtigkeit. "Auch wenn Glycerin in vielen Kosmetikprodukten als Feuchtigkeitsspender Nummer eins gilt, bemängeln Kritiker gerade die feuchtigkeitsbindende Wirkung des Stoffes. Bei niedriger Luftfeuchtigkeit,  kann das in Cremes und Lotionen enthaltene Glycerin bewirken, dass - statt Feuchtigkeit aus der Luft zu binden und die Haut geschmeidig zu halten - diese dem Bindegewebe entzogen wird. Auf diese Weise trocknet die Haut von innen aus. Um die negativen Auswirkungen zu verhindern, darf der Anteil an Glycerin in den Produkten nicht höher als 10 Prozent sein."
https://www.onlinestore-john.de/ratgeber/ist-kosmetik-mit-glycerin-schaedlich 
https://www.angel-minerals.de/de/blog/inci-check-so-schaedlich-sind-diese-5-kosmetik-inhaltsstoffe 

Wenn Ihr also Glyzerin in Euren Produkten findet, ist es wichtig, ob es 1. biologisch ist, 2. aus einer Pflanze gewonnen wird und 3. sich in der Liste der Inhaltsstoffe weiter hinten befindet und nicht an den ersten drei Plätzen. Die Inci-Listen sind immer so aufgebaut, dass je mehr drin ist von einem Stoff, desto weiter vorn steht er.

INCI-Fibel No. 12 - Silica (Kieselsäure)

Kieselsäure - oder in letzter Zeit auch das aus dem Englischen übernommene Silica - besteht aus Silizium. Silizium ist in unserem Körper enthalten und spielt vor allem eine Rolle bei der Ausbildung so genannter kollagener Fasern und Knorpel. Unser Körper ist nicht dazu in der Lage, Silizium selbst herzustellen. Das Spurenelement muss somit mithilfe der Nahrung oder in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zugeführt werden und wird nach Verzehr unverändert ausgeschieden. Besonders viel Kieselsäure steckt in Getreide wie Hafer, Gerste und Hirse, aber auch Gemüse und Obst.
Bei Bedarf werden kieselsäurehaltige Lebensmittel oder Auszüge heute unterstützend bei Arthrose, Rheuma oder allgemeinen Gelenkbeschwerden eingesetzt. In der freien Natur kommt Silizium immer gebunden an Sauerstoff vor und sorgt dort z. B. bei Grashalmen für Biegsamkeit und einen guten Stand. Der Großteil der weltweiten Sandvorkommen besteht aus diesem Silica (Siliciumdioxid/Quarz), denn dieses Mineral ist am häufigsten in der oberen Erdkruste vertreten.
In unseren Pudern hat der anorganische Stoff die wichtige Funktion, die Streufähigkeit zu verbessern und es kann Wasser und Fett absorbieren.

INCI-Fibel No. 14 - Tocopherol = Vitamin E

Kundin fragt: Wie wird das Tocopherol für Eure Mascara gewonnen?
Das Tocopherol in unserer Mascara wird aus natürlichen Quellen gewonnen. Es ist GMO frei. GMO steht für "Gentechnisch modifizierter Organismus" (Synonym: GVO - Gentechnisch veränderte Organismen) und meint die Methode, die Erbanlagen eines Organismus, mittels Gentechnik zu verändern.
Tocopherol nennt man allgemein auch Vitamin E. Mit Vitamin E bezeichnet man eine ganze Klasse von ähnlichen chemischen Substanzen, die sogenannten Tocopherole. In der Natur kommen diese Substanzen meist im Gemisch vor. In ihrer Wirkung sind sie sich ähnlich und können daher zu Recht als ein Wirkstoff, nämlich Vitamin E, bezeichnet werden. In der Kosmetik werden häufig Verbindungen des Vitamin E eingesetzt. In der INCI heißen diese dann Tocopheryl Acetate, Tocopheryl Nicotinate oder Tocopheryl Succinate. Naturkosmetikfirmen – wie wir auch - setzen Vitamin E aus natürlichen Ölen ein. Es kann beispielsweise aus Sonnenblumenöl gewonnen werden, das von Natur aus hohe Konzentrationen an Vitamin E enthält. Tocopherol bindet die Feuchtigkeit im Stratum Corneum, fördert durch seine zellerneuernde und entzündungshemmende Wirkung die Wundheilung und mindert Hautschäden durch UV-Strahlung. Allgemein gilt es als hervorragend verträglich. In der Mascara ist es einfach eines der besten natürlichen Öle, die man für die Wimpern verwenden kann.

INCI-Fibel No. 15 - Zinkoxide - CI77947 (für uns tabu)

... ist ein weißes, geruchloses Pulver mit hoher Deckkraft. Genauso wie Titandioxid enthält Zinkoxid (m.M. zu Recht) den Warnhinweis, dass die Teilchen in Nanogröße gefährlich sein können. Im kosmetischen Einsatz dominieren Partikelgrößen um 250 nm, als UV-Filter werden jedoch Partikelgrößen im Nanobereich um 100 nm und geringer bevorzugt, um den unerwünschten »Weißel-Effekt« zu vermeiden. Aber genau diese Nanopartikel stehen im Verdacht, tief in die Haut einzudringen und dort Schäden anrichten zu können. Wird es in Nanogröße eingesetzt, kann es auch lungengängig sein und ist als krebserregend kommentiert.
Nanopartikel sind winzig kleine Teilchen, die in vielen Kosmetikprodukten wie Deos, Zahnpasta oder eben Sonnencremes eingesetzt werden. Mit einer Größe von 1 bis 100 Nanometern sind sie unvorstellbar winzig - ein menschliches Haar etwa ist ungefähr 90.000 Nanometer breit. Weil sie so klein sind, wird angenommen, dass Nanopartikel membrangängig sind, also tief durch die natürlichen Hautbarrieren dringen und sich so im Körper anlagern können, was möglicherweise negative Folgen für den Organismus hat. Besonders gefährlich werden Sprays eingestuft, weil sie eingeatmet werden können, ohne dass man es deutlich merkt, und so die Lungen erreichen können.
Allgemein wird es als naturkosmetischer Inhaltsstoff verwendet. Da auch bekannt ist, dass die Wirkung von Zinkoxiden stark austrocknend ist, verwenden wir diesen Inhaltsstoff in unseren Pudern nur als Farbpigment und in äußerst geringen Dosen und (WICHTIG) nicht in Nanogröße! Denkt wieder daran: Was ganz hinten in der INCI-Liste aufgeführt ist, ist in sehr geringen Mengen enthalten, ganz vorn stehen die höchsten Inhaltsmengen.

INCI-Fibel No 16.1. - Wollwachs (Teil 1) - für uns tabu

Wollwachs wird aus der Wolle von Schafen gewonnen. Nach dem Scheren wird die Wolle ausgekocht und das Lanolin herausgelöst. Lanolin wirkt wasserabweisend und schützt so die Schafe vor Nässe. Aber leider werden die Schafe und ihre Wolle häufig mit Schädlingsbekämpfungsmitteln behandelt. Die Rückstände dieser Schadstoffe könnten dann auch im Wollwachs enthalten sein. Allerdings enthalten zertifizierte Naturkosmetik keine Pestizide.

Cremes, die Wollwachs enthalten, sind sehr reichhaltig. Neben der pflegenden Wirkung ist Lanolin auch wegen der Emulgierfähigkeit beliebt. Dadurch kann es praktisch mit allen Stoffen, die in Kosmetika enthalten sind, gemischt werden.Dass sich der Stoff wie ein Schutzfilm auf die Haut legt, ist für trockene Haut von Vorteil – bei der Neigung zu Hautunreinheiten kann dieser Effekt aber problematisch sein. Denn das fettreiche Wollwachs kann die Poren verstopfen und ist somit komedogen (Pickel begünstigend).

Was viele nicht wissen: Schafe müssen nur deshalb geschoren werden, weil sie auf die Bildung enormer Wollmassen hin gezüchtet wurden. Ein nicht domestiziertes Schaf hat nur so viel Wolle, wie es braucht. Außerdem muss man wissen, dass in Deutschland Schafwolle größtenteils aus Ländern wie Australien oder Neuseeland importiert wird. Dort werden Praktiken an den Schafen durchgeführt, die in Europa schon längst sehr kritisch betrachtet werden, wie z.B.: das Schwanzkupieren.

Fortsetzung in Inci-Fibel No. 16.2

INCI-Fibel No. 16.2. - Wollwachs (Teil 2) - für uns tabu

Hier geht es weiter mit Infos darüber, wo Wollwachs eigentlich herkommt: Nämlich von Schafen und denen geht es nicht wirklich gut damit.

Schwanzkupieren: Damit sich die Tiere nicht mit ihrem eigenen Kot verunreinigen, werden den Lämmern die Schwänze gekürzt. Dieser extrem schmerzhafte Eingriff darf bereits kurz nach der Geburt bei unter acht Tage alten Lämmern durchgeführt werden – und das ohne Narkose. Dieses Schicksal erleiden weltweit immer noch unzählige Lämmer, auch wenn sich der Europarat der EU eindeutig gegen diese Praxis ausspricht. Zudem werden männliche Schafe oft ohne Betäubung kastriert, ebenfalls ein extrem schmerzhafter Eingriff.

Mulesing: Eine weitere grausame Praxis, die dem Befall mit Fliegenmaden vorbeugen soll. Einigen Rassen, wie dem Merino-Schaf, wurden für eine ertragreichere Wollproduktion große Hautfalten angezüchtet. In diesen sammeln sich häufig Parasiten wie die sogenannte „Goldfliege“, die dort Eier legt. Die Stoffwechselprodukte der daraus schlüpfenden Larven können zum Tod der Schafe führen. Um dem Schädlingsbefall vorzubeugen, werden den Lämmern ohne Betäubung große Hautfalten rund um After, Geschlechtsteile und Schwanz herausgeschnitten. Die offenen Wunden werden meist nicht versorgt, wodurch starke Schmerzen und Entzündungen entstehen. Diese, in Deutschland verbotene, Verstümmelung der Tiere ist in Australien noch immer gängige Praxis, wie die „Albert Schweitzer Stiftung“ kritisiert.

Scheren: Auch das Entfernen der Wolle mit einem Schergerät ist für die Schafe eine sehr stressreiche Situation. Schockvideos von „PETA“ zeigten schon mehrfach, wie brutal in der australischen Wollindustrie mit Schafen umgegangen wird. Beim Scheren stellen sich die Arbeiter auf den Hals der verängstigten Tiere, schlagen den Schafen ins Gesicht und verwunden sie schwer. Der Widerstand der scheuen Tiere soll so gebrochen werden.

Tierliebhaber wollen natürlich wissen, unter welchen Bedingungen die Schafe gelebt haben. Das Problem ist jedoch, dass kaum nachvollziehbar ist, woher das Wollwachs in Cremes und Co. stammt. Deshalb ist es einfacher, gänzlich auf den Stoff zu verzichten. Alternativ kommen pflanzliche Pflegestoffe zum Einsatz. Dazu gehört Sheabutter oder Candelillawachs. Beide haben eine stark schützende und pflegende Wirkung und sind so ein guter und rein pflanzlicher Ersatz zu Lanolin.

Weitere Bezeichnungen für Lanolin auf der INCI-Liste sind übrigens auch ​Lanolin acid, Lanolin alcohol, Lanolin cera, Lanolin oil, Lanolinamide dea, Laneth-5 – 75 oder Polyglyceryl-2 lanolin alcohol ether. Mit CodeCheck findest Du mit einem Scan des Produktes sowie mit dem Vegan-Check einfach und schnell heraus, ob ein Produkt Lanolin enthält.

INCI-Fibel No. 17 - PEG-Derivate - Polyethylenglykol (Nicht bei uns!)

PEG’s sind zum Beispiel oft in künstlichen Tränenflüssigkeiten oder im Präparat zur Darmreinigung vor einer Darmspiegelung enthalten. Der Inhaltsstoff befindet sich auch in Süßstoffen und Nahrungsergänzungsmitteln. In der Kosmetik kommt er zum Einsatz als Emulgator  und sorgt dort für die gewünschte Konsistenz der Produkte. Zum Anderen sorgt es als Tensid dafür, dass Shampoos, Duschgels und Co. schäumen. PEG ist in fast allen Kosmetika zu finden, darunter zum Beispiel in Cremes, Deodorants, Lippenstiften, Parfüms, Zahnpasta oder Badezusätzen. Es ist ein besonderer Stoff, dessen Substanzen auch dafür bekannt sind, dass sie Fremdstoffe in die Haut einschleusen können (ÖKO-Test 2016). Einige enthalten krebserregende Nitrosamine (Nitrosamin N-Nitrosodiethanolamin (NDELA). Nitrosamine können, egal ob sie mit der Nahrung oder aus Kosmetik über die Haut in den Körper gelangen, Tumore in der Leber, den Nieren und im Atemtrakt erzeugen.

INCI-Fibel No. 18 - Ultramarinblau (CI7707)

Ultramarin ist ein blauer Farbton und steht für eine Sammlung an anorganischen Pigmenten unterschiedlicher Farbe mit ähnlichem chemischen Aufbau. In unseren Pudern ist Ultramarin naturidentisch nachgebaut. Die Pigmente sind sehr lichtecht. Die früher zur Pigmentherstellung verwendeten Mineralien wurden „über das Meer“ nach Europa importiert, so ist der Begriff Ultramarin entstanden, was so viel bedeutet wie „Das Blau von jenseits des Meeres“. Synthetische und natürliche Ultramarine basieren auf der sehr ähnlichen chemischen Struktur des farblosen Sodalith-Minerals. In der Werbung wird Ultramarin gern als Blau eingesetzt, um eine positive Stimmung beim Käufer zu wecken. Abweichend davon sind zahlreiche weitere Ultramarinpigmente erhältlich, die grün oder rotstichig und heller oder dunkler sind. Im erweiterten Sinne deckt der Farbton Ultramarin also den gesamten Bereich von einem Grünblau über ein sattes Blau bis zu einem dunklen Rosa ab. wikipedia.org/wiki/Ultramarin

INCI-Fibel No. 19 - Mineralöle (für uns tabu)

Mineralöle werden aus Erdöl gewonnen, ähnlich wie Benzin oder Diesel. Ich wollte Euch aber nicht mit einem Foto von einer Ölbohrung beglücken. Deshalb habe ich eines von herkömmlichem Creme Make Up genommen, da die meisten ebenfalls Mineralöl enthalten. Sie werden natürlich gefiltert, bis nur noch bestimmte Kohlenwasserstoffe darin enthalten sind. Es entsteht ein durchsichtiges Öl, was auch Weißöl genannt wird. Mineralöle sind sehr leicht zu verarbeiten und besonders haltbar und vor allem ... sie sind sehr kostengünstig und obendrein noch als „Naturprodukt“ zugelassen.
Während pflanzliche Öle ranzig werden können und in der Creme zusätzlich geschützt werden müssen, ist dies bei Mineralölen nicht notwendig. In der Anwendung bieten sie den Vorteil, dass sie so gut wie keine Allergien auslösen. Das hat auch damit zu tun, dass Mineralöle, als Produkte des Erdöls, unserem Körper fremd sind. Darum dringen sie auch nur in die obersten Schichten der Haut ein. Dort erzeugen sie eine Art Film, der die Haut sofort abdichtet. So fühlt sich die Haut von außen weich an.
Diese Abdichtung der Haut ist allerdings ein Problem. Die Haut kann nicht mehr richtig atmen und wird träge. Die natürlichen Regenerationsprozesse der Haut werden verlangsamt. Benutzen wir mineralölhaltige Cremes und Make Up, müssen wir uns bewusst sein, dass unter der Schutzschicht der Mineralöle die Haut genauso gestresst bleibt wie zuvor. 

INCI-Fibel No. 20 - Silikone (für uns tabu)

Diese flüssigen Kunststoffe sind (fast) überall drin. Ob in Shampoo oder Bodylotion, Lippenstift, Eyeliner oder Haarspülung.

Aus Sicht der konventionellen Kosmetikindustrie eignen sie sich ideal für den Einsatz in Kosmetikprodukten. Beispiel Haarpflege: Da sich Silikone wie ein Film um die Haare legen, wirkt das Haar glatt, glänzend und geschmeidig. In Cremes sorgt Silikon für ein weiches Hautgefühl und schützt durch seinen wasserabweisenden Schutzfilm vor Feuchtigkeitsverlust. Der wasserfeste Eyeliner, mit dem sich so eine herrliche Linie zeichnen lässt, kommt ohne Silikone nicht aus und fast alle wasserfesten Mascara brauchen Silikone als Inhaltsstoff, um Wasser und Schweiß abperlen zu lassen. 

Aber das Ganze hat gleich mehrere Haken.

Build-Up-Effekt: Werden silikonhaltige Haarpflegeprodukte wiederholt angewendet, kann eine Silikonschicht auf dem Haar entstehen — der Nährstoffaustausch wird erschwert, Pflege und Feuchtigkeit können nicht mehr gut aufgenommen werden. Das Haar sieht zwar gesünder aus, doch der tatsächliche Haarzustand bleibt unverändert. Außerdem stehen Silikone im Verdacht, auf Dauer bei manchen Menschen die Schuppenbildung zu begünstigen.

Gleiches gilt für die Haut. Da sich die Struktur des Silikons von der unserer natürlichen Hautfette unterscheidet, erkennt die Haut es als Fremdkörper. Auf lange Sicht kann die Haut verlernen, ihre eigene Lipidbarriere zu bilden, wird trocken und benötigt immer mehr "Pflege".

Diese Kosmetik-Inhaltsstoffe verweisen auf Silikone:
Es gibt zahlreiche verschiedene Arten von Stoffen, die unter dem Sammelbegriff "Silikone" gefasst werden. Im Allgemeinen hilft es, sich beim INCI-Check an den Endungen -icone, -methicone und -iloxane zu orientieren. Beispiele für häufig verwendete Silikone sind Amodimethicone und Dimethicone.

Als Faustregel gilt: Je weiter hinten ein Inhaltsstoff in der INCI-Liste erwähnt wird, desto weniger ist davon im Produkt enthalten.

Glycerin statt Silikon? Hersteller zertifizierter Naturkosmetik verpflichten sich, auf den Einsatz von mineralölbasierten Inhaltsstoffen wie Silikone zu verzichten. Doch auch hier solltest du genauer hinsehen. Denn oft wird stattdessen Glycerin verwendet. Bitte lies weiter unter Inci-Fibel No. 11 - Glycerin.

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