Weltmeere

Etwa 70 Prozent der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Doch heute schwimmen in jedem Quadratkilometer der
Meere hunderttausende Teile Plastikmüll. Nicht zuletzt können kleine Plastikpartikel, sogenanntes Mikroplastik und
umweltschädliche Stoffe, die im Plastik enthalten sind oder daran angereichert werden, über die Fische auch in die
menschliche Nahrungskette gelangen. 1)
Mikroplastik gelangt aber auch nach einer neuen Studie in bislang nicht bekanntem Ausmaß beim Waschen von
Kunststofftextilien oder durch den Autoreifenabrieb in das Abwasser und so auch in die Flüsse und Meere. Laut einer
Studie der University of California verlieren Fleecejacken aus Polyester bei jedem Waschen bis zu 2 Gramm Fusseln.
Eine Studie in Norwegen sagt hingegen interessanterweise aus, dass es nur weniger als drei Prozent des Mikroplastik-
Abfalls sind, die aus Kleidung stammen. Auf Kosmetika entfallen nur 0,1 Prozent. Dafür haben die Norweger eine
andere Quelle der Verschmutzung ausgemacht: 56 Prozent des Mikroplastik-Abfalls stammen aus dem Abrieb von
Reifen durchs Autofahren (!) und hier speziell der von Lastwagen-Reifen. In Studien wird dies derzeit als die größte
Quelle von Mikroplastik bewertet und doch ist dieser Fakt nur wenigen bekannt. 2)
Wir setzen alles daran, unsere Puder nicht mehr in Plastikdosen zu verkaufen sondern dafür Gläser produzieren zu
lassen. Leider können wir nicht auf bereits vorhandene Gläser zugreifen sondern müssen sie extra herstellen lassen,
was ein extrem hohes finanzielles Invest ist, das für kleine Firmen, wie wir es sind, fast nicht zu stemmen ist.
Wir wollen es trotzdem tun, weil uns die Erhaltung der Meere so sehr am Herzen liegt.
Karin Hunkel
1) Weltnaturschutzunion (IUCN)
2) Sundt/Schulze/Syversen: Sources of microplastics-pollution to the marine environment, 2014


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