Kennst Du Permafrost? Welche Auswirkungen erwarten uns, wenn die Eisschicht taut?

Permafrost

Permafrost ist eine ehemals gewaltige Eisschicht in den Gletschern der Arktis, Antarktis und den Hochgebirgen – auch in Österreich, der Schweiz und Norwegen beispielsweise. Im Zuge der globalen Erwärmung erwärmt sich nahezu weltweit auch der Permafrost. In den letzten Jahrzehnten wurde eine Nordwärtswanderung der Permafrostgrenze in Nordamerika, Eurasien sowie der Arktis beobachtet. Einer Studie des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) zufolge ist die Temperatur von Permafrostböden zwischen 2007 und 2016 global um 0,3 Grad Celsius angestiegen. Der größte Anstieg wurde dabei in Sibirien beobachtet, wo der Temperaturanstieg teilweise fast ein Grad Celsius betrug.

Langfristig wird ein Auftauen in noch wesentlich größerem Ausmaß befürchtet, da sich die Arktis weiter überdurchschnittlich erwärmt. Einige Wissenschaftler nehmen an, dass es zu einer positiven Rückkopplung kommen könnte, da in den dauerhaft gefrorenen Böden als Biomasse gebundener Kohlenstoff in großer Menge vorhanden ist, der beim Abtauen und Abbau der Biomasse als Treibhausgas CO2 an die Atmosphäre abgegeben würde.

Darüber hinaus wird in diesem Fall in Permafrostböden in großen Mengen gebundenes Methan in die Atmosphäre entweichen. Dieser Vorgang wäre eine Verstärkung der Erwärmung, da das Treibhauspotenzial von Methan etwa 25-mal so groß ist wie das von CO2. Neben Kohlendioxid und Methan wird durch das Abtauen zunehmend auch Lachgas freigesetzt, dessen Treibhauspotential über 100 Jahre ca. 300-mal höher ist als das von CO2. Durch eine weitere Erwärmung kann sich die Arktis demnach von einer bisher vernachlässigbaren Quelle zu einer kleinen, aber bedeutsamen Quelle für globale Lachgasemissionen wandeln. Nach Aussagen von Wissenschaftlern wurde in Klimamodellen der Einfluss methanbildender, im Permafrost befindlicher, Mikroorganismen lange Zeit stark unterschätzt.

Eine weitere Gefahr stellt die Freisetzung großer Mengen von gesundheitsschädlichem Quecksilber durch das Abtauen der Permafrostböden dar. In der gefrorenen Biomasse der arktischen Permafrostböden ist etwa doppelt so viel Quecksilber gebunden wie in allen anderen Böden, der Atmosphäre sowie den Ozeanen zusammen. Bei einem Abtauen des Permafrostes würden biologische Abbauprozesse einsetzen, durch die das Quecksilber möglicherweise in die Umwelt abgegeben wird, wo es u.a. den arktischen Ökosystemen, Wasserlebewesen in den Ozeanen und der menschlichen Gesundheit schaden könnte.

Das Auftauen von Permafrostböden hat bereits erhebliche und bedrohliche Veränderungen der Topographie verursacht. Vor allem im Norden Russlands sind große ebene Flächen innerhalb kurzer Zeit plötzlich abgesunken, als das gefrorene Wasser auftaute und an Volumen verlor, eingeschlossenes Gas entwich und das durchlöcherte Erdreich in der Folge unter dem eigenen Gewicht in sich zusammensank. Weite Flächen sind seitdem eine Kraterlandschaft mit schiefen und entwurzelten Bäumen sowie Seen mit Tauwasser. Auch der unter der Meeresoberfläche liegende „submarine" Permafrost vor der russischen Küste taut durch den Zufluss warmen Wassers beschleunigt auf.

Das Auftauen der Permafrostböden in den Alpen hingegen setzt ganze Berghänge in Bewegung. 2007 rutschten etwa vier Millionen Kubikmeter Gestein und Eis in Richtung Tal. In Gebirgslagen Norwegens hat der dortige Permafrostboden eine Temperatur von 0 bis −3 °C. Deshalb sind auch dort bei anhaltender Klimaerwärmung massive Erdrutsche wahrscheinlich, da das gefrorene Wasser als Bindemittel loses Gestein, Sand und dergleichen zusammenhält. Als Folge von Bergstürzen und Hangrutschungen können in engen Fjordschluchten Megatsunamis mit Auflaufhöhen von 100 m und mehr entstehen.

Quelle auszugsweise aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Permafrostboden 

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